Bergbündte

Neubau EFH

Projekt

Bergbündte

Neubau EFH

Auftragsart: Direktauftrag Planung/Ausführung: 2025 – Bauherrschaft: Privat

Das Grundstück befindet sich in einem durchgrünten Quartier am Hang, geprägt von einer punktuellen Bebauungsstruktur. Auf einer schmalen Restparzelle fügt sich das neue Haus behutsam in eine Umgebung ein, die sowohl von der Architektur der 70er Jahre als auch von bäuerlicher Bausubstanz geprägt ist. Diese heterogene Nachbarschaft bildet den Rahmen für eine zeitgemässe Interpretation des Wohnens im Hang.

Die Typologie des Hauses ergibt sich aus der steilen Zufahrt über die Nachbarparzelle und der Hanglage selbst, sowie aus dem bewussten, ökologischen und ökonomischen Einsatz der Baumaterialien. Das Resultat ist ein zweigeschossiger, nicht unterkellerter Baukörper mit integrierter Terrasse, der auf tragenden Wandscheiben ruht und dabei leicht und filigran im Gelände steht. Das natürliche Terrain bleibt weitgehend erhalten und vermittelt so trotz der Verdichtung eine Durchlässigkeit, die typisch ist für die Bebauungsstruktur am Hang.

Die klare Tragstruktur, die Unterbringung aller Nutzungen unter einem Dach, und auch die Wahl der Materialisierung zeigen eine zeitgenössische Interpretation der Konstruktions- und Gestaltungselemente umliegender Bauten. So entsteht ein harmonisches Zusammenspiel von Alt und Neu, das die Identität des Quartiers respektiert und gleichzeitig eine moderne Wohnform bietet.

Die flexible Nutzungsmöglichkeit des Hauses im Laufe der Zeit, ist ein wesentlicher Bestanteil des Entwurfes. Das Gebäude kann bei Bedarf ohne grossen Aufwand in zwei eigenständige Wohneinheiten geteilt werden. Zudem lassen sich Wände und Holzzwischendecken teilweise entfernen oder öffnen, um die Raumteilung je nach Lebenssituation anzupassen. Das erlaubt den Bewohnern eine flexible, langfristige Nutzung des Hauses, welches auf unterschiedliche Bedürfnisse zu reagieren vermag.